Artist-Fotos fürs Release: ein Shooting, sechs Assets
Ein Shooting, sechs Release-Assets: Cover, Spotify-Avatar und -Header, Galerie, Pressefoto und Social-Kacheln. So rahmst du locker und schneidest später zu.
- music photography
- spotify for artists
- press photos
- band photography
- background removal
- album art
- single release
- artist branding

Ein Release-Termin ist keine Deadline, sondern sechs. Dein Vertrieb liefert gar nichts aus, bevor das Cover-Artwork fertig ist. Blogs, Radios und unabhängige Kuratoren fragen beim Pitch fast immer nach einem aktuellen Pressefoto – der Spotify-Pitch dagegen ist ein eigener Job, der in Spotify for Artists eingereicht wird und nicht als Pressekit rausgeht. Dein Spotify-Profil will einen Avatar und einen Header, und jeder Social-Account will ein Quadrat und ein Hochformat.
Viele unabhängige Artists merken das erst in den letzten ein, zwei Wochen, bevor die Single landet, schneiden dann ein Handyfoto von der Probe zurecht und hoffen. Du brauchst keine sechs Shootings. Du brauchst einen Nachmittag, bewusst fotografiert und locker genug gerahmt, dass du jeden Slot hinterher aus denselben Dateien zuschneiden kannst – in dem Bildeditor, mit dem du ohnehin arbeitest.
Das Cover kommt zuerst: Die meisten Vertriebe liefern ein Release ohne Artwork überhaupt nicht aus, also prüf die Artwork-Deadline deines Vertriebs, bevor du einen Termin festlegst. Alles andere borgt sich seine Farben von dort.
Die Slots, die du wirklich füllst
- Cover-Artwork – quadratisch, geht zusammen mit dem Audio an deinen Vertrieb
- Spotify-Avatar – das kleine Bild, das deinem Namen durch die App folgt
- Spotify-Header – das breite Banner auf deiner Künstlerseite in der Desktop-App und im Web Player sowie in der Now Playing View auf Smart-TVs; mobil zeigt Spotify stattdessen deinen Avatar
- Spotify-Galerie – zusätzliche Fotos im Profil
- Pressefoto – horizontal, hochaufgelöst, für Pitches, Blogs und Radio
- Social-Kacheln – quadratisch für den Feed, hochkant für Stories
Sechs Ergebnisse. Realistisch drei oder vier brauchbare Fotos.
Was Spotify tatsächlich verlangt
Spotifys Bildvorgaben triffst du leichter vor dem Shooting als danach. Der Avatar braucht mindestens 750 x 750 px, der Header mindestens 2660 x 1140 px, Galeriebilder mindestens 690 x 500 px. Alle drei akzeptieren .jpeg, .png oder .gif, und jede Datei muss unter 20 MB bleiben.

Bei den Inhaltsregeln fliegen die Leute raus. Spotify schreibt, dass Profilbilder weder Text noch Werbung noch unruhige Hintergründe enthalten und weder deine kommende Tour noch dein Album-Release bewerben dürfen. Die „OUT FRIDAY“-Grafik gehört nicht in den Avatar-Slot – die lebt auf Instagram.
Das Cover ist eine eigene Spezifikation: quadratisch, 640 bis 10000 px Kantenlänge, sRGB, verlustfreies TIFF, PNG oder JPG. Und Spotify sagt ausdrücklich: nicht hochskalieren.
Die Band einmal fotografieren, mit Freistellern im Kopf
Ein Shooting muss ein Quadrat, ein sehr breites Banner und ein horizontales Pressebild bedienen, also rahme locker: Luft über den Köpfen und zu beiden Seiten – Platz, den du nicht mitfotografiert hast, kannst du hinterher nicht erfinden.

Und fotografier so, dass sich die Aufnahmen sauber vom Hintergrund trennen lassen:
- Stell die Gruppe gute zwei Meter von der Wand weg. Schatten, die hinter euch auf die Mauer fallen, sind ein häufiger Grund für eine weiche Kante, weil Schatten und Motiv sich denselben Tonwert teilen.
- Bedeckter Himmel oder offener Schatten schlägt direkte Sonne, die Haarkanten auf der einen Seite ausfrisst und auf der anderen zumatscht.
- Meide Hintergründe, die das Motiv wiederholen: eine dunkle Jacke vor einem schwarzen Vorhang gibt der Kante nichts zu finden.
- Mach eine saubere Aufnahme der ganzen Gruppe mit getrennten Silhouetten, ohne überlappende Arme.
- Fotografier außerdem von jedem Bandmitglied ein Halbporträt. Daraus werden die Galeriebilder und der Avatar.
Aus drei Fotos werden sechs Assets
Sobald die Band von dieser Wand runter ist, sitzt dieselbe Aufnahme auf jedem Hintergrund: auf einer Volltonfläche oder auf einem Foto, das du selbst gemacht hast – eine strukturierte Wand, eine beleuchtete Bühne, ein Himmel. Zieh dir die zwei, drei dominierenden Farben aus deinem Cover-Artwork – jeder Farbwähler am Handy liest die Hex-Codes aus – und nimm eine davon als eigene Hintergrundfarbe hinter deinen Ankündigungs-Kacheln, damit Feed und Artwork als ein Release zusammengehen. remover.bg übernimmt die Haare und die Lücken zwischen den Armen, also genau die Stellen, an denen man eine selbstgebaute Montage sonst sofort erkennt. Es nimmt PNG, JPEG und WebP bis 10 MB und gibt dir dieselben Formate zurück.
Eine Gruppe, die auf einer Volltonfläche steht und nichts unter sich hat, sieht aufgeklebt aus – also setz einen realistischen Kontaktschatten darunter. Und heb dir von jedem Freisteller ein transparentes PNG als Master auf, statt bei jeder Revision aus einem reduzierten JPEG neu zu exportieren.
Der Avatar muss den Kreis überstehen
Spotify veröffentlicht keine Formregel, aber in der Praxis zeigen die Apps Künstler-Avatare als Kreis an, oft klein. Das bestraft ein Gesicht, das seitlich sitzt, und eine breite Gruppenaufnahme, auf der alle zum Fleck werden.

Such dir eine Aufnahme, bei der das Gesicht – bei einer Band die engste Gruppe – nah an der Mitte sitzt und rundherum Luft hat, und schneide sie im Fotoeditor deines Handys quadratisch zu. Blinzel sie in Thumbnail-Größe an: Wenn du nicht erkennst, wer da ist, ist sie durchgefallen. Dahinter steckt dasselbe Denken wie bei einem professionellen Profilbild zu Hause: schlichter Hintergrund, klar lesbares Gesicht, nichts in den Ecken, was eine kreisrunde Maske abschneidet.
Zwei Wochen vorher, der Reihe nach
Cover-Artwork zuerst an den Vertrieb. Avatar und Header hoch, sobald das Künstlerprofil existiert, damit ein Redakteur, der deinen Pitch liest, auf einer fertigen Seite landet und nicht auf einem grauen Platzhalter. Galerie mit den Einzelporträts gefüllt. Pressefoto in voller Auflösung in einem Ordner, den du als einen Link verschicken kannst. Ankündigungs-Kacheln zuletzt, auf den Farben des Artworks, aus Freistellern, die du schon hast.


