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Amazon A+ Content: Bildgrößen, die wirklich passen

Jedes A+-Modul hat feste Pixelmaße, die Amazon nicht anpasst: die echten Größen, welche Slots Freisteller brauchen und wie Text am Handy lesbar bleibt.

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Amazon A+ Content: Bildgrößen, die wirklich passen

Dein Hauptbild hat genau eine Aufgabe: den Klick holen. Es steht unter Amazons Regel für weißen Hintergrund und kämpft gegen einen Bildschirm voller fast identischer Thumbnails. A+ Content funktioniert anders: Wer so weit scrollt, hat längst geklickt und ist halb überzeugt – er sucht nur noch einen Grund, das Vergleichen zu beenden und zu kaufen.

Das ändert, wie du fotografierst und bearbeitest. A+-Module tragen Farbe, Kontext und Text fest ins Bild eingebrannt – in festen Pixelmaßen, die Amazon für dich nicht umbricht. Die Veröffentlichung kostet nichts, aber Amazon gibt A+ Content nur für Professional-Verkäufer frei, die über Brand Registry als Markeninhaber bestätigt sind, dazu für aufstrebende Marken in betreuten Programmen wie Launchpad und Amazon Exclusives. Bist du erst drin, ist die eigentliche Hürde, die richtigen Bilder in den richtigen Formaten zu haben.

Was A+-Module wirklich sind

A+ Content ist ein Stapel vorgefertigter Layout-Blöcke im A+ Content Manager in Seller Central: ein breites Banner, ein Text-Bild-Split, eine Reihe kleiner Quadrate, eine Vergleichstabelle. Du füllst die Slots – verschieben kannst du sie nicht.

Damit steht das Briefing fest, bevor du auslöst. Wähl zuerst die Module, schreib jeden Bild-Slot mit seinem Pixelmaß auf und produzier genau zu dieser Liste. Andersherum quetschst du am Ende ein hochformatiges 4:5-Foto in ein Banner mit 970 x 300 px. Die Module nehmen JPEG, PNG, BMP oder statisches GIF bis 2 MB pro Bild – sinnvoll sind aber nur JPEG und PNG. WebP steht nicht auf der Liste.

Welches Modul welche Form braucht

Die gängigen Slots, sortiert nach dem Platz, den du bekommst:

  • Standard image header with text – 970 x 600 px, die volle Seitenbreite bei der größten Höhe, die überhaupt zu haben ist.
  • Standard image with light or dark text overlay – 970 x 300 px. Genauso breit, ein Drittel so hoch: ein Letterbox-Streifen, in dem entweder das Produkt aus der Mitte rückt oder der Text keinen Platz mehr findet.
  • Standard single left image, single right image, single image with specs detail und three images and text – 300 x 300 px pro Zelle. Standard single image and sidebar will zwei Assets: 300 x 400 px für den Hauptslot und 350 x 175 px für die Sidebar, beide Pflicht.
  • Standard four images and text – 200 x 200 px pro Zelle laut Amazons eigener Vorlage, nicht die 220, die anderswo kursieren. Das separate Modul four images / text quadrant geht runter auf 135 x 135 px.
  • Standard comparison chart – 150 x 300 px pro Spalte, bis zu sechs Produkte. Hochformat, nicht quadratisch – und genau das, was die meisten falsch machen.

Gestalte exakt im Seitenverhältnis des Moduls. Damit Schrift und Freisteller-Kanten auf dem Handy scharf bleiben, baust du in 2x der angegebenen Größe und exportierst herunter, innerhalb der Grenze von 2 MB. Lade nie etwas Kleineres hoch und lass Amazon es strecken.

Lifestyle und Freisteller im selben Stapel

Das Muster, das funktioniert, heißt Abwechslung. Die breiten Module mit 970 px tragen Lifestyle: das Produkt auf der Werkbank, getragen, benutzt, in echtem Licht. Die kleinen quadratischen und hochformatigen Slots tragen saubere Freisteller – ein Blickwinkel pro Zelle, alle im gleichen Maßstab.

Fünf dunkelblaue Einwegrasierer in gleichmäßiger Reihe auf oranger Fläche vor gelben, rosa und grünen Farbflächen

Der Grund ist die Lesbarkeit: Ein unruhiges Lifestyle-Foto, geschrumpft auf ein Quadrat von 135 px, ist ein Fleck – ein Freisteller auf einer Volltonfläche liest sich sofort, und sechs davon in einer Reihe lesen sich als System.

Dafür musst du das Produkt von seinem Shooting-Hintergrund lösen. Zieh das Foto in remover.bg und setz den Freisteller auf die Fläche, die das Modul verlangt – eine Volltonfläche, eine eigene Farbe oder dein eigenes Foto hinter dem Motiv, dazu ein realistischer Schatten, damit nichts aufgeklebt wirkt. Bei Haaren, Fell oder feinem Gewebe prüfst du die Kanten vorher bei 100 %. Unser Guide zu transparenten PNGs klärt, wann du den Alphakanal brauchst; beim Setzen realistischer Schatten geht es vor allem um Winkel und Weichzeichnung.

Text, der das Handy übersteht

Amazons eigene Empfehlung schiebt dich Richtung Mobile-first. Auf dem Handy klappt der Stapel in eine Spalte, jedes Bild wird schmaler, und der eingebrannte Text schrumpft mit. Geh vom Handy aus, solange der Traffic-Split in Seller Central nichts anderes sagt.

Über die Schulter fotografiert: Frau mit Smartphone, in der Shopping-App füllt eine Kleiderstange den Bildschirm

  • Halt ihn kurz: fünf bis sieben Wörter pro Zeile, kein Absatz.
  • Setz ihn groß: Wenn er auf deinem Monitor überdimensioniert wirkt, sitzt er auf dem Handy richtig.
  • Hoher Kontrast zu dem, was dahinter liegt, und Abstand zum Rand.
  • Nutz die Mobil-Vorschau im A+ Content Manager, bevor du einreichst.

Amazons Richtlinien schließen einiges schon im Bild selbst aus, nicht nur in den Textfeldern: Preise und Werbesprache, Kontaktdaten und Webadressen, Formulierungen zu Versand, Garantie und Retouren, Kundenzitate sowie unbelegte Superlative wie „Nr. 1“ oder „meistverkauft“. Lies die aktuellen A+ Content Guidelines, bevor du einreichst.

Dateigröße und Stapelverarbeitung

Zwei Megabyte klingen großzügig, bis du ein PNG mit 970 x 600 px von einer fotografischen Szene exportierst. Fotografische Motive gehen als JPEG mit Qualität 80 bis 90 raus, harte Freisteller, scharfe Schrift und Logos als PNG. Über Dutzende ASINs wird daraus eine eigene Aufgabe: Im Bulk läuft das über die API zur Hintergrundentfernung, nicht über den Web-Editor.

Bevor du veröffentlichst

Jeder Slot in seinem exakten Pixelmaß. JPEG oder PNG unter 2 MB. Mobil-Vorschau geprüft. Keine Preise, keine unbelegten Behauptungen im Bild. Und dann prüf, ob dein Hauptbild noch die Regel für weißen Hintergrund erfüllt – die A+-Freigabe hebelt sie nicht aus; der Guide zu den Amazon-Regeln für Produktbilder geht darauf ein.

Der Gewinn liegt in der Wiederverwendung. Ein sauber freigestelltes Produktbild, in deinem Layout-Tool auf ein paar Hintergründe gesetzt, füllt eine Vergleichstabelle, eine Vierer-Reihe und ein Feature-Grid – ohne zweites Shooting.

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