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Autofotografie: 5 Tipps, die Profis nie auslassen

Fünf praktische Tipps für Autofotos: Aufbereitung, ein Helfer, Location, hartes Mittagslicht und Bildaufbau – für schärfere, verkaufsstarke Bilder.

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Autofotografie: 5 Tipps, die Profis nie auslassen

Du kennst also die Grundlagen der Autofotografie und hast deine ersten Bilder gemacht – was jetzt? Diese fünf Tipps zur Autofotografie sind die Details, die einen Schnappschuss leise von einer Aufnahme trennen, die verkauft. Manche richten sich an Hobbyfotografen, die ihr Portfolio verbessern wollen, andere ganz gezielt an alle, die ein Fahrzeug schneller über eine Inseratsseite loswerden möchten. So oder so ist hier etwas für dich dabei.

Wir gehen bei den Dingen etwas tiefer, die wirklich etwas bewegen: das Auto vorbereiten, an Locations fotografieren und schwieriges Licht in den Griff bekommen. Handbremse lösen – los geht's.

Inhalt

  • 1. Lass das Auto zuerst richtig aufbereiten
  • 2. Fotografiere nicht allein
  • 3. Lass die Location die Geschichte tragen
  • 4. Harte Mittagssonne bändigen
  • 5. Schnelle Gewinne beim Fotografieren vor Ort

1. Lass das Auto zuerst richtig aufbereiten

Denk das in Zeit und Geld. Wie viele ernsthafte Käufer klicken in der Sekunde weg, in der sie ein schmuddeliges Auto sehen? Und wie viele Stunden verbrennst du danach damit, Wasserflecken, Kratzspuren und Schlieren in der Nachbearbeitung wegzustempeln? Multipliziere diese Stunden mit dem, was deine Zeit tatsächlich wert ist. Wenn du ein Portfolio aufbaust, dreh die Frage um: Würde dir ein makelloses Motiv mehr Aufträge einbringen?

So sieht die Rechnung aus. Eine professionelle Aufbereitung bringt ein Auto so nah an den Neuwagenzustand, wie es überhaupt geht – Wäsche, Wachs, Innenraum saugen und polieren, Scheiben innen und außen gereinigt, Zierleisten gepflegt, Reifen glänzend. Je nach Fahrzeuggröße liegst du bei ungefähr 55 bis 170 $. Gegen die Bearbeitungszeit gerechnet, die du dir sparst, ist das oft die günstigere Variante.

2. Fotografiere nicht allein

Wenn du jemanden zum Mithelfen überreden kannst, sparst du Zeit und kommst mit besseren Bildern zurück. Räder eingeschlagen, damit das Profil zu sehen ist? Das Auto ein Stück nach vorn, damit der Hintergrund passt? Ein zweites Paar Hände macht all das schmerzfrei.

Autos wirken außerdem lebendiger, wenn eine Person in der Szene ist – auf dem Fahrersitz, beim Beladen des Kofferraums, an eine Tür gelehnt. Eine Anmerkung zur Garderobe: Wenn dein Freund modeln soll, zieh ihn passend an. Wenn du für einen Tag einen Porsche bekommst, willst du den „Fahrer“ nicht in Hoodie und abgelatschten Badelatschen sehen.

Noch einen Schritt weiter? Nimm ein zweites Auto und einen zweiten Helfer mit. Wenn eine Person dein Motiv fährt und eine andere das Verfolgerfahrzeug steuert, holst du dir durch ein offenes Fenster saubere Rolling Shots. Probier das auf einer leeren Landstraße, nicht in der Innenstadt. Ein Trick für knackige Bewegungsaufnahmen: passe die Verschlusszeit an die Geschwindigkeit des Autos an – etwa 1/40 s bei 40 mph –, damit die Karosserie scharf bleibt, während Räder und Straße verwischen.

3. Lass die Location die Geschichte tragen

Gute Autofotografie – Portfolio-Arbeit ganz besonders – erzählt eine Geschichte. So wie du ein Model passend einkleiden würdest (robuster Denim und ein Flanellhemd für einen SUV), muss die Kulisse zur Erzählung passen. Das kann heißen, in einen Nationalpark zu fahren, oder eben in ein Parkhaus in der Innenstadt oder vor eine Industriewand. Es hängt ganz davon ab, welche Geschichte du erzählst.

Nicht vergessen: Viele der besten Spots – dramatische Landschaften, markante Architektur – liegen auf Grundstücken von Leuten, denen es lieber wäre, du wärst nicht da. Dagegen gibt es zwei Wege. Frag um Erlaubnis, idealerweise über einen gemeinsamen Kontakt, der dir die Tür öffnet. Oder fotografiere schnell, sobald du aus dem Auto steigst, und halte eine höfliche Entschuldigung bereit, wenn der Sicherheitsdienst vorbeischlendert. (Um es klar zu sagen: Wir ermutigen dich nicht, unbefugt fremdes Gelände zu betreten.)

4. Harte Mittagssonne bändigen

In unserem Einsteiger-Guide haben wir auf das Problem mit einer hohen, wolkenlosen Sonne hingewiesen: ausgefressene Lichter und abgesoffene Schatten, die sich später kaum reparieren lassen. Aber die Realität ist: Den meisten von uns fehlt die Zeit – vielleicht ist die Mittagspause das einzige Fenster, in dem du das Auto fotografieren kannst, das du verkaufst. Was dann?

Es gibt zwei Möglichkeiten. Die einfachste: Bring etwas zwischen die Sonne und das Auto – ein Baum tut es, oder du parkst an einer Straße, die vom reflektierten Licht einer Glasfassade oder heller Hauswände aufgehellt wird. Die zweite Möglichkeit ist ein Polfilter, dasselbe Material wie in deiner Sonnenbrille. Dieses behandelte Glas beziehungsweise die Folie kann bestimmte Lichtarten dämpfen, einen blauen Himmel vertiefen oder Reflexionen und Blendungen ausschalten.

Fürs Handy holst du dir eine Polarisationsfolie über jeden Onlinemarktplatz; an der DSLR nimmst du einen aufschraubbaren Polfilter. Beides kostet um die 5 $, ernsthafte Fotografen geben für sauberere Farben mehr aus (Hoya wird oft empfohlen). Halte oder montiere ihn vor das Objektiv und dreh langsam – du wirst zusehen, wie Scheibenreflexe verschwinden, bis das Glas fast schwarz wirkt und der Lack tiefer wird. Übertreib es nicht.

Zwei Einschränkungen. Gegen Licht, das von Metall reflektiert wird, richten Polfilter wenig aus – diese Reflexion ist gar nicht polarisiert. Und wenn du den Himmel abdunkeln willst, funktioniert das nur, wenn du ungefähr im 90-Grad-Winkel zur Sonne fotografierst.

5. Schnelle Gewinne beim Fotografieren vor Ort

Zoomen macht Spaß, aber setz es sparsam ein – schneidest du später zu stark rein, wirfst du Schärfe und Details weg. Der beste Zoom sind deine eigenen zwei Beine. Trotzdem nutzen erfahrene Fotografen den Zoom bewusst, verdichten die Szene und verändern die Größenverhältnisse im Hintergrund – also experimentier ruhig.

Für etwas Künstlerisches rahme mit einem Vordergrundelement. Ein Zaun oder ein Ast schafft Tiefe, und eine offene Blende wie f/2.0 löst ihn in weiche Unschärfe auf. Schieb einen Teil eines Baums vor das Auto und du erzeugst Intimität – als wäre der Betrachter gerade zufällig darauf gestoßen. Fotografiere durch eine Tür oder ein Fenster und du bekommst einen natürlichen Rahmen um das Auto. Du kannst sogar mit Lichtern spielen, für ein bisschen Flare.

Licht an ist ein weiterer Klassiker – das lässt das Auto wach und startbereit wirken, und dein Polfilter verdient sich auch hier seinen Platz. Selbst bei einem schlichten Verkaufsshooting lohnt es sich, bei den Perspektiven etwas kreativ zu werden, gerade im Innenraum. Nutze eine geringe Schärfentiefe und selektiven Fokus (Bokeh), um die Details scharf zu ziehen, auf die ein Käufer achtet, und den Rest wegfallen zu lassen.

Zum Schluss: ein sauberer Hintergrund

Eine letzte Sache, wenn das Shooting steht: Selbst das beste Bild kann an einer unruhigen Kulisse scheitern – ein verirrter Pylon, ein vollgestellter Hof, ein grauer Himmel. Gerade bei Verkaufsinseraten hält ein sauberer, einheitlicher Hintergrund das Auge beim Auto. Zieh deine Aufnahmen in removerbg, um das Fahrzeug in Sekunden vom Hintergrund zu lösen, und setz es dann auf einen klaren weißen oder markeneigenen Untergrund, damit jedes Foto in deinem Inserat wie Teil eines einzigen, polierten Sets aussieht.

Das waren unsere fünf Tipps zur Autofotografie – wir hoffen, sie haben den kreativen Kraftstoff zum Fließen gebracht. Bereit für die Bearbeitungsseite? Hier steht, wie du bei Autofotos den Hintergrund entfernst – Scheiben inklusive – für inseratsfertige Ergebnisse.

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