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Shopee & Lazada: Werbe-Overlay raus aus dem Hauptbild

Werbe-Overlays auf dem Shopee- oder Lazada-Hauptbild kosten leicht einen Kampagnenplatz. Wo die Regel steht, was die App stempelt, wohin sie gehören.

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Shopee & Lazada: Werbe-Overlay raus aus dem Hauptbild

Wer auf Shopee oder Lazada verkauft, übernimmt die lokale Bildsprache schnell. Hauptbilder schreien: rote Störer, ein durchgestrichener Preis in Gelb, „FLASH SALE“ in einer Schrift, die in Thumbnailgröße niemand lesen kann, der Shopname in eine Ecke gestempelt. Scroll in Indonesien, Malaysia, auf den Philippinen oder in Vietnam durch ein Kategorieraster, und viele Kacheln sehen eher nach Schaufensterbanner aus als nach Foto.

Dann wird ein Listing nicht für eine Kampagne ausgewählt, oder ein Kategoriewechsel schickt es zurück. Beide Plattformen drücken in dieselbe Richtung: Verkäufer berichten, dass das erste Bild als das Bild gilt, das das Produkt identifiziert – und auf mehreren Länderseiten und in manchen Kategorien fliegt ein Listing genau wegen eines Overlays aus der Kampagne. Offen einsehbar steht diese Regel bei keiner der beiden. Shopees Bildvorgaben liegen im Seller Education Hub, Lazadas Fassung im Hilfebereich hinter deinem Login zum Seller Center.

Die Absicht ist überall dieselbe, auch wenn der Wortlaut abweicht. Bild eins identifiziert; alles Werbende kommt danach. Trenn diese beiden Aufgaben, und die Overlay-Gewohnheit wird zur Frage von Kampagnenplätzen statt von Geschmack.

Auf der Produktkachel steht schon genug

Öffne dein eigenes Listing in der App, nicht im Seller Center. Die Plattform hat auf dein Bild gezeichnet, bevor es irgendein Käufer sieht: ein Rabatt-Badge, ein Mall- oder Verkäuferstufen-Tag (Shopee Mall, LazMall und Stufen-Badges, die je nach Länderseite anders aussehen), ein Versandlabel, darunter Bewertung und Verkaufszahl – und während Kampagnen zusätzliche Gestaltung auf der Kachel selbst.

Das ist schon ein volles Quadrat. Dein gelber Preisaufkleber sitzt neben dem plattformeigenen Rabatt-Badge und widerspricht ihm oft: Der Aufkleber bewirbt eine Aktion, die vor Monaten endete, das Badge zeigt die aktuelle. Zwei verschiedene Zahlen auf einer Kachel machen keinen guten Eindruck.

Text, der auf einer Arbeitsfläche in voller Größe entworfen wurde, ist im Handyraster außerdem nur ein paar Pixel hoch. Er vermittelt keinen Rabatt; er frisst den Platz, an dem das Produkt stehen sollte.

Schlicht wirkt lauter als laut

Der Impuls hinter dem Overlay ist richtig: auffallen. Aber Auffallen ist relativ. In einer Reihe, in der jede konkurrierende Kachel in Rot und Gelb brüllt, stoppt genau die Kachel den Daumen, die nicht brüllt. Ein Produkt, freigestellt auf sauberem Weiß oder einer flächigen Farbe, liest sich sofort als die Sache selbst.

Ein graues, schwarzes spiegelloses Kameragehäuse allein in der Mitte eines flachen orangefarbenen Papierhintergrunds, ohne Requisiten und ohne Text

Es hält sich auch dort, wo du keine Kontrolle hast: in Suchergebnissen, Empfehlungskarussells, Linkvorschauen, deinem eigenen Shopraster. Eine saubere Produktaufnahme funktioniert überall; eine Komposition, die volle Größe braucht, nicht.

Wenn jeder Artikel deines Shops auf demselben Hintergrund und ungefähr gleich groß steht, wirkt der Shop wie eine Marke und nicht wie ein Ordner voller Lieferantenfotos – aus demselben Grund gibt es Amazons Regeln für weißen Hintergrund.

Wohin die Werbegrafik wirklich gehört

Nichts von deiner Marketingarbeit ist verschwendet. Sie zieht in die Bildplätze und Bereiche, die dafür gebaut sind – dort wird ein Layout in voller Größe gelesen statt in ein Thumbnail gequetscht.

Eine Designerin am iMac baut in Photoshop eine Werbegrafik mit rosa Keramiktöpfen und einer Schreibschrift-Überschrift, auf der Arbeitsfläche ist die Textebene „Sale 20%“ ausgewählt

Der Rabatthinweis gehört an eine von vier Stellen:

  • Ab Bild zwei. Größentabellen, Variantenraster, Materialkarten, Lifestyle-Aufnahmen. Manche Länderseiten schränken Rabattaussagen auch jenseits des Hauptbilds ein, also prüf das, bevor eine Preiszeile in irgendein Bild wandert.
  • Der Beschreibungsblock. Lange Werbegrafiken, Pflegehinweise, Versandinfos.
  • Der Video-Slot, falls dein Konto einen hat – Raum, das Angebot zu zeigen, ohne es aufs Hauptbild zu stempeln.
  • Shop-Dekoration und Kampagnenbanner, gebaut für Werbegrafik statt für Produktidentifikation.

Lies die Vorgabe für deinen eigenen Markt

Ein Konkurrenz-Listing, das offenbar damit durchkommt, ist kein Beweis dafür, dass etwas erlaubt ist. Die Anforderungen unterscheiden sich nach Länderseite und Kategorie, und sie werden überarbeitet. Lies den Artikel für das Konto, aus dem du hochlädst – und lies ihn erneut, wenn ein Listing abgelehnt zurückkommt.

Den Freisteller ohne Studio hinbekommen

Keine weiße Hohlkehle, kein Lichtzelt. Fotografier den Artikel bei Tageslicht auf der Oberfläche, die du gerade hast, lade ihn im Web oder in der mobilen App auf remover.bg hoch und ersetze den Hintergrund im Editor durch Weiß oder eine flächige Markenfarbe.

Eine Person fotografiert Parfüm und Accessoires, die als Flatlay auf einem Holztablett angeordnet sind

Ein weicher Schlagschatten verhindert, dass das Produkt aufgeklebt wirkt – in unserem Guide zu realistischen Schatten steht die Anleitung dazu. An feinen Kanten fallen billige Freisteller auseinander, also kontrollier Haare, Fell und ausgefranste Säume.

Du kannst Dateien bis 25 MB hochladen und als PNG, JPEG oder WebP exportieren – fürs Listing selbst bleib bei JPEG oder PNG, sofern deine eigene Vorgabe nichts anderes sagt. Jeder Marktplatz setzt seine eigene Obergrenze für die Dateigröße, also schlag deine nach und komprimier bei Bedarf in deinem eigenen Bildprogramm. Sichere ein transparentes PNG als Master und setz diesen Freisteller dann auf Weiß fürs Listing, auf deine Markenfarbe für ein Banner oder in deinem Designprogramm in eine Bundle-Grafik. Muss die Datei für einen Bildplatz quadratisch sein, erledigst du das im Fotoeditor deines Handys. Hunderte SKUs laufen stattdessen über die API zur Hintergrundentfernung.

Bevor du das nächste hochlädst

Schau dir dein Hauptbild in der Größe an, in der ein Käufer es sieht: ein kleines Quadrat auf dem Handy, in einer Reihe mit fünf Wettbewerbern, ein Badge schon in einer Ecke. Fällt dir als Erstes der Text auf, macht das Bild den falschen Job. Verschieb ihn auf Bild zwei und überlass die Kachel dem Produkt.

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